James Francis Gill Marilyn Golden Anniversary 2014 Serigrafie 60 x 45 cm web

James Francis Gill
"Marilyn Golden Anniversary"
Siebdruck Edition 2014
60 x 45 cm

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James Francis Gill, geboren 1934 in Texas, wollte als Kind Cowboy werden, doch sein malerisches Talent bescherte ihm eine eher untexanische Lebensgeschichte: 1962 war James Gill auf dem Weg nach New York. Seine Mitfahrgelegenheit legte in Los Angeles einen Zwischenstopp ein und so beschloss Gill spontan in der Galerie von Felix Landau mit seiner Werkserie Women in Cars vorstellig zu werden. Diese Entscheidung markierte den Anfang von James Gills steiler Karriere, denn Felix Landau, sonst als bedachter Galerist bekannt, nahm Gill sofort bei sich auf. James Gill blieb einen Monat in Los Angeles, um Landau zu beweisen, dass sein erster Impuls der Richtige war. In dieser Zeit malte Gill unablässig und das über drei Meter breite und zwei Meter hohe Marilyn Triptych entstand. Dieses Triptychon ist seit 1962, seinem Entstehungsjahr, Teil der Sammlung des Museum of Modern Art in New York. Ein Jahr nach dem Tod Monroes fasste das Life Magazin die neuesten Entwicklungen über den Hype um Marilyn Monroe in dem Artikel The Growing Cult of Marilyn zusammen und eine Abbildung von James Gills Marilyn Triptychon zierte den Artikel in seitenfüllendem Format.
Mitte der 60er Jahre waren die Kunstwerke von James Gill zum größten Teil politisch motiviert. Sie sind kritisch und entsprechen sowohl in ihrem Stil, als auch in ihren Aussagen der Zeit. Geprägt vom Amerika der 1960er und 1970er Jahre lassen sich James Gills Werke durchaus mit denen seiner Zeitgenossen vergleichen.

William Seitz, Kunstkritiker und Kurator des MoMA, stellte 1967 gemeinsam mit einem Gremium der bedeutendsten amerikanischen Museumsdirektoren eine umfangreiche Ausstellung der besten 20 jungen Maler seines Landes zusammen. Diese bildete den amerikanischen Beitrag zu der Biennale Sao Paulo 9, die damals international die bedeutsamste ihrer Art war. Unter dem Namen Environment USA: 1957 – 1967 wurden Werke von James Gill und anderer heute weltberühmter Künstlern präsentiert. Unter diesen waren Andy Warhol, Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Edward Hopper, Roy Lichtenstein, Tom Wesselmann, Robert Indiana, Claes Oldenburg. Diese Ausstellung markierte den Karrierestart vieler dieser, damals noch als Geheimtipp gehandelter Künstler und Ankäufe der Museen waren garantiert.

Große Hollywoodstars wie Audrey Hepburn und John Wayne ließen sich von James Gill portraitieren. Letzterer bot Gill, in alter Cowboy-Manier Bourbon zum Frühstück an. James Gill war auch mit Kirk Douglas, Gregory Peck, Tony Curtis und Christine Kaufmann befreundet. Das Leben von Dennis Hopper hat James Gill maßgeblich beeinflusst. Er erwarb ein Werk von James Gill und wurde durch dieses selbst zum Malen inspiriert.

Nach der Entscheidung, sich von der Hollywood-Gesellschaft und dem Kunstmarkt zurückzuziehen, lebt und arbeitet James Gill in der Abgeschiedenheit seiner Ranch. Seit 2005 werden James Francis Gills Werke wieder laufend in amerikanischen Galerien ausgestellt und von namhaften Sammlern angekauft. Seit 2012 wird Gill in Europa vertreten.