ROLAND ROURE

wurde 1940 in La Loupe en Eure et Loir geboren, verließ sehr früh die Schule und stürzte sich - nach eigenen Worten - in die Malerei, wie ein Schwein an seinen Trog.
Er verachtete damals die Ecole de Paris und die Triumphe feiernde Abstrakte Malerei - seine Götter waren Gris, Picasso und Matisse.
In der Malerei vermengte er Form und Grund, entwarf eigene Welten - seine Bilder aber blieben unerkannt und unverkäuflich.
Mit 27 Jahren kaufte er sich ein altes Haus, einen Schubkarren und Maurerwerkzeug und machte sich wie Don Quichotte an die Arbeit, teilte das Haus in zwei Hälften und verkaufte
die Teile; er nahm ein zweites in Angriff, ging zügig ans Werk, zu dem sich Kinder gesellten .......................
Da er nichts passendes für sie fand, begann er sein eigenes Spielzeug zu entwickeln. In kurzer Zeit war er durch seine Kreativität gezwungen, seine Figuren im Straßenverkauf
anzubieten, da die Geschäftsleute seine Kreationen nicht kaufen wollten. Er fühlte sich dabei wie ein Ungeheur.
Heute lebt Roland Roure in Südfrankreich in der Provence und die Szenarien aus seiner Realität bestehen aus skurrilen und kuriosen Material- und Formkombinationen - voller
Heiterkeit, Spontaneität und Witz. Seine Geschöpfe aus Holz und Draht und Blech, Papier und Farbe sind von einer kindhaften Phantasie und aus dem Reiz des Spieles heraus
bestimmt. Anmutig wie Marionetten gewinnen seine einfachen Objekte Leben und erzählen ihre jeweilige Geschichte.
Aus einem Stück Blech (aus der Fläche) schneidet der Künstler seine Tanzenden, seine Paare, Liegenden, Tiere und Familien und verwandelt das herausgeschnittene
Langrechteck durch einen versierten Schnitt und eine gekonnte Faltung so, dass alle Teile sichtbar aus dieser Grundfläche gewonnen werden. Das Bemerkenswerte ist die
körperhafte Präsenz dieser aus der Fläche gewonnenen Figuren.
Einige seiner Objekte sind mit Lichtquellen kombiniert - gedacht allerdings als Licht für ihren eigenen Bühnenraum - sodass sich diese sehr gut als Beleuchtungsobjekte eignen.
Seit 1974 sind seine Objekte, die uns in eine surreale Wirklichkeit mit eigenen Zeit- und Raumvorstellungen entführen, immer wieder in Ausstellungen in Frankreich, Niederlanden,
Deutschland, Schweiz, Österreich, Belgien und USA zu sehen.