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Janosch "Ich liebe Dich so entsätzlich" Radierung 40 x 30 cm

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Es war der 11. März 1931, als Janosch - mit bürgerlichem Namen - Horst Eckert im oberschlesischen Hindenburg, einer Bergarbeiter-Siedlung - nahe der heutigen deutsch-polnischen Grenze geboren wurde. Mit 13 Jahren begann er eine Schmiede- und Schlosserlehre, bei der ihm beigebracht wurde: "es gibt nichts, was nicht geht". Nach Ende des 2.Weltkrieges flüchtete die Familie in den Westen. In der Gegend von Oldenburg arbeite Janosch in einer Textilfabrik. In Krefeld besuchte er den Lehrgang für Musterzeichnen an der dortigen Textilfachschule, wo auch Betriebswirtschaft gelehrt wurde. Dort lernte er den Satz: "Man muss mit den geringsten Mitteln, also dem kleinsten Aufwand und Risiko, das größte Ergebnis erreichen", was zu seinem Motto wurde, und so kaufte er sich eine Schreib-maschine, tragbar, und einen Farbkasten.

Die fünfziger Jahre verbrachte er zunächst in Paris, danach lebte er in München, wo Janoschs Lebensmärchen begann. Und wie in einem Grimmschen Stoff erlitt er in der Verwirklichung seines Lebensziels - nämlich Maler zu werden - zunächst eine Niederlage nach der anderen. Er studierte bei Ernst Geitlinger an der Münchner Kunstakademie, fiel aber "mangels Talent" jedes Mal durch die Prüfungen. Von diesem Zeitpunkt an war er "freier Künstler".Das Glück kam in der Person des Autors und Verlegers Georg Lentz, der den jungen Eckert auf dessen entbehrungsreicher Suche nach Überlebensmöglichkeiten - so Janosch später - nicht nur zu dessen erstem Kinderbuch ermunterte "Die Geschichte vom Pferd Valek" , sondern ihm nach dem ebenso erfolgreichen zweiten " Der Josa mit der Zauberfiedel" zu dem Künstlernamen Janosch riet.

1979 wurde sein Buch "Oh wie schön ist Panama" mit dem deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet. Als der WDR den Stoff sogleich beim Autor als Trickfilm bestellte, nahm eine einzigartige Karriere ihren Lauf. Bis heute schrieb der Maler, Illustrator, Autor von Bestsellern, Kinderbüchern und Romanen für Erwachsene ca. 300 Bücher, die genaue Anzahl weiß er selbst nicht. Viele davon wurden in über 30 Fremdsprachen übersetzt. Ganze Generationen sind mit seinen Büchern aufgewachsen.

Er textete zu Karikaturen von Tomi Ungerer und zeichnete zu Texten von Charles Bukowski. Sogar die Geschichten von Marquis de Sade wurden von ihm illustriert.