"Sonntagmorgen" 140 x 100 cm

Ekaterina Moré
"Sonntagmorgen"
Acryl auf Leinwand
100 x 140 cm

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Ekaterina Moré wurde in St. Petersburg in eine russische Künstlerfamilie geboren. Seit 1995 lebt und arbeitet sie in Deutschland. Als Malerin hat sie sich auf das Motiv der Frau spezialisiert.

Waren ihre Bilder anfangs von dicken Linien und Flächen dominiert, wirkten die Frauen ikonenhaft, abweisend und starr. Der Raum des Bildes klappte sich nach vorne, eine Tiefenwirkung blieb aus. Die Frauen waren mit nach innengekehrtem Blick für den Betrachter unzugänglich.

Nun sind die Bilder offener geworden. Die Frauen treten mit ihrer Umwelt, sowohl in der Darstellung, als auch mit dem Betrachter in Kontakt. Dr. Reiner Grünter beschreibt die Veränderung in den Werken von Ekatarina Morè wie folgt: „Nicht nur, dass sie die Farben, Begrenzungen und Strichführungen verändert hat - sie sind weicher, zarter, fließender geworden – sondern die neue Haltung der Frauen fließt auch in die Auswahl der sich um die herum befindlich Umgebung mit ein.“ Waren die Frauen anfangs voller präsenter Erotik, ist diese nun subtiler geworden. Dadurch gewinnen die abgebildeten Frauen an Stärke und sind noch verführerischer geworden. „Ein leichtes Lächeln wie von einem Frühlingswind hervorgerufen umspielt die Lippen, die Haare sind gelockert, die Kleidung nunmehr mädchenhaft verspielt, die Haltung allerdings stolz und selbstbewusst. Diese Frauen haben das Warten aufgegeben zugunsten eines aktiven und lebenswerten Lebens. Die Farben sind klar und rein wie zuvor, allerdings jetzt fließend und Bestandteil des Ausdrucks und nicht mehr plakative Oberfläche, sie strahlen von innen heraus aus den von nunmehr feinen Linien umspielten Körpern.“

„Vom Typus her entstammen Ekatarinas nymphenhafte Wesen der Phantasie und verkörpern eine ideale Welt, die auf angenehme Art und Weise ein positives Gegenbild zur Wirklichkeit, in der oftmals die wichtigen Dinge auf der Strecke bleiben, oder vom täglichen Kampf ums Dasein überlagert werden, bildet“, so der Kunsthistoriker Dr. Helmut Orpel. „Selbstbewusste, attraktive Damen, die ganz wie die Künstlerin selbst mitten im Leben stehen und dieses Leben meistern. Der Wunsch nach Zuneigung, Zärtlichkeit, Vertrautheit, Geborgenheit und auch nach Spannung, wie sie in lebendiger, erfüllter Erotik zum Tragen kommt, ist ein Bedürfnis, welches dem Menschsein innewohnt.“

Die Bilder von Ekatarina Morè hängen in renommierten Galerien Europas und zieren Ritzenhoff Glas und Rosenthal Porzellan. Ihre Werke sind auch im öffentlichen Raum zu sehen, so zum Beispiel in Berlin und Stuttgart.